
SEO Missverständnisse
... Mythen und falsche Vorstellungen von der Suchmaschinenoptimierung / SEO
Suchmaschinenoptimierung, Neudeutsch auch SEO genannt, ist eine Dienstleistung voller Missverständnisse und falscher Vorstellungen. Vieles dabei kann schon durch einfache Kommunikation zwischen Anbieter und Klient ausgeräumt werden ...
Suchmaschinenoptimierung wird immer bekannter. Ganz besonders in schwereren Zeiten suchen klevere Geschäftsleute nach neuen Absatzmöglichkeiten und stoßen dabei häufig auf auf diese "Wunderwaffe" des Internets: Suchmaschinenoptimierung, Neudeutsch SEO.
Jedoch kommt es auf Grund des mangelnden Hintergrundwissens sehr oft zu Mißverständnissen und falschen Vorstellungen darüber, was SEO eigentlich ist und was man davon erwarten kann.
Das geht schon los bei dem vom Klienten gewünschten Keyword (Suchbegriff). Da will dann beispielsweise ein "Werkstattbetreiber aus Hintertupfingen" unter dem keyword "Auto" auf Platz 1 stehen, ganz einfach mit dem Hintergedanken: "Das suchen die meisten und darunter wird auch sicher der eine oder andere Kunde für mich sein".
Wieso schaltet der Gutste nicht gleich Fernsehwerbung, am besten zur Primetime auf allen prominenten Sendern? Artverwandt sind auch die "Querdenker", sie besitzen ein "Ferienhaus an der Ostsee" und möchten natürlich unter "Urlaub" auf Platz 1 stehen ... und wenn möglich, für 100,00 EURO pro Monat, wenn überhaupt.
Oder der Herr "Schindler" mit seiner "Liste", er hat fleissig alle Begriffe aufgeschrieben, die auch nur im entferntesten etwas mit seinem Betrieb zu tun haben, bei manchen beschleicht mich das Gefühl, sie haben einfach den Duden abgetippt. Das Topplatzierung auf Basis solcher Wunschlisten nicht gerade billig sind, scheint bei ihnen nicht vorstellbar ...
Man kann diesen Herren (oder auch Damen) nicht mal einen Vorwurf machen, da sie es im Endeffekt nicht besser wissen (können). Mir erscheint es fast so, als würden diese Kunden davon überzeugt sein, dass da ein SEO ist (eine Internetagentur, die sich auf Suchmaschinenoptimierung spezialisiert hat), der zaubern kann. Dieser braucht dann nur die (gewünschten) Begriffe in eine Maschine stecken und schwupps am nächsten Morgen sind die ganzen Platz 1 Rankings (top-ten oder Seite eines bei Google) da. Dass so etwas natürlich auch nicht viel Geld kosten kann, liegt auf der Hand.
Die paar Begriffe eingeben brauch der SEO / Suchmaschinenoptimierer nicht einmal, die wurden ja sogar schon per Text-Datei geliefert, schon klar :)
Die Keywordrecherche (Ermittlung der richtigen Suchbegriffe) sollten Klienten am besten immer in Zusammenarbeit mit dem SEO (oder Internetmarketing Experte) ihres Vertrauens durchführen, um so auch die wirklich sinnvollen und vor allem lukrativen Keywords ausfindig zu machen. Denn im Endeffekt geht es doch um den Vertrieb. Was nützen mir jede Menge Topplatzierungen und Traffic (Besucher Ansturm) bis der Server zusammenbricht, wenn kein Mensch etwas kauft? Dann lieber weniger Traffic mit einigen gezielten Toprankings, und dafür volle Auftragsbücher.
Wie funktioniert nun diese "Wunderwaffe" namens SEO? Jedenfalls nicht auf Knopfdruck. Der Marktführer Google hat einen sehr ausgefeilten Algorithmus, der in der Lage ist, Milliarden von Seiten nach Themen zu ordnen und diese auch noch nach Relevanz sowie Wertigkeit zu sortieren, dass Ganze auch noch sehr erfolgreich. Dabei berücksichtigt Google über 200 Faktoren auf der jeweiligen Seite und bezieht noch diverse andere Faktoren außerhalb der Seite mit ein.
Was Google auf den Tod nicht ausstehen kann ist, dass jemand deren Algorithmus verarschen will und somit die heiligen Suchergebnisse manipuliert. Verständlich, denn das ist das Erfolgsrezept von Google. Würden die Suchergebnisse nur Schrott & Spam präsentieren, würde kein Mensch mehr Google benutzen. Daher reagiert Google sehr allergisch auf Manipulation und geht mit allen Mitteln dagegen vor (automatisch und auch manuell). Entdeckten Schurken wird nach Google-Art kurzerhand der Prozess gemacht: Rauswurf aus dem Index. Keine Gnade und ohne Pardon, da wird selbst bei großen Konzernen (man erinnere sich an den Fall BMW) keine Ausnahme gemacht.
Die Aufgabe eines SEOs besteht nun darin, die von Google gewünschte & bevorzugte Konstellation einer Website zu "konstruieren" (auf eine möglichst natürliche Art und Weise), um das angestrebte Ziel (die Topplatzierung, als top-ten oder Seite eins bei Google) zu erreichen.
Einer der wichtigsten Aufgaben dabei ist z.B. der Linkaufbau (d.h. Links die von fremden Seiten auf die Klientenseite verweisen). Wenn nun eine Webseite Jahre vor sich hin "dümpelte" ohne irgendwelche Backlinks und von heute auf Morgen jeden Tag hunderte oder sogar tausende Backlinks erhält, dann würde selbst ein Laie fragen: "Wie das?".
Google hingegen ist kein Laie und hat zudem noch über 10 Jahre Erfahrung darin, was eine Webseite so normalerweise an Backlinks bekommt (in einem bestimmten Zeitraum). Folglich leuchten bei Google einige "rote Lämpchen" auf (Google nennt das "flags" (Fahnen)) und entweder wird ein manueller Prüfer bemüht, oder die Seite wird gleich abgestraft (entweder durch künstliche Herabsetzung der rankings oder es folgt gleich der Freiflug aus dem Index).
Selbstverständlich sind kurzfristige Topplatzierungen möglich, doch meist gefolgt von einer Abstrafung oder sogar Ausschluss aus dem Index und das will kein Unternehmer. Alle streben natürlich nachhaltige und permanente Platzierung an, die dauerhaft Besucher und somit Umsatz bringen.
Gute SEOs wissen wie weit sie den Bogen spannen können, ohne dabei die Klientenseite zu gefährden. Dabei gibt es auch kein allgemeingültiges Patentrezept, da es immer abhängig ist von dem Umfeld (Thema), der Seite ansich (Alter der Domain, etc.) und so einigen anderen Faktoren. All dieses berücksichtigt ein seriös arbeitender SEO und kann somit den Klienten mit anhaltenden und vor allem stabilen Ergebnissen "beglücken". Doch dafür muss der Klient auch den Suchmaschinenoptimierer seinen Job machen lassen und darf keine aberwitzigen Forderungen stellen.
Auch im Wirtschaftssektor SEO muss eine gewisse Selbstverständlichkeit einkehren, ähnlich wie bei einer Autowerkstatt, da würde auch niemand auf die Idee kommen seinen Wagen abzugeben für einen Motoraustausch mit dem Hinweis: "in ner halben Stunde holen ich ihn wieder ab".
Damit Klienten auch in der Lage sind, ein Gefühl für "die Sache" zu entwickeln, ist es wichtig zu kommunizieren. Natürlich gibt es SEOs die vor lauter Fachwissen nur so übersprudeln und keinen (für Laien) nachvollziehbaren Satz herausbringen, da muss man dann einfach nachhaken und so lange hinterfragen bis es einleuchtend erscheint. Im Zweifelsfall gibts da so eine Suchmaschine, die einem die meisten Fragen in den unterschiedlichsten Arten und Weisen beantwortet ...
Fazit: SEO ist nichts für Schnellschüsse, denn nach so einem kurzfristigen Erfolg kommt meist direkt das "Er flog"...
Artikel: SEO Evangelist
